(zum anschauen der fotos bitte auf der rechten seite unter allgemein auf den link ipernity klicken und dann unter den alben waehlen}

 

jaja die entscheidung nicht in die antarktika mitzusegeln war schwer, sehr schwer und es war auch bis zum schluss nicht sicher ob ich haette wirklich mitfahren koennen..ohne ausbildungszeugnisse..die reederei war nicht so begeistert...und ausserdem ist betty ja 3 tage spaeter mit tom in montevideo extra, nur um mich zu besuchen angereist...da kann ich nicht in die artarktika abdampfen...heul ein bischen hart ist es schon dann nein zu sagen aber man sollte den job nicht unterschaetzen..diese jungs brauchen dort ne spezielle ernaehrung und ich spezielle kleidung...usw.

zuerst bin ich dann von ushuaia noch 3 tage nach buenos aires geflogen und konnte dort eine schoene zeit mit nun meinem schweizer freunden verbringen...renata hat mich bei sich aufgenommen..da sie eh gerade mit romeo alleine zu hause war..und die tage waren gut ausgefuellt mit nochmal alle wiedertreffen...isabel und regula und ihre familie...ein bischen schnattern und ich musste natuerlich alle meine erlebnisse erzaehlen..ach maedels es war ein traum mit euch...muchas gracias para todos

und wie ihr gelesen habt..sind wir jetzt alle in montevideo zum karneval eingetroffen.. und um betty´s geburtstag gebuerlich zu feiern..aber so wie wir uns das vorstellten..mit dem karneval ist das eher ne sehr muede veranstaltung gewesen.... nix mit suedamerikanischen sambarhythmen...buntem treiben wildes getrommle, bunten memschenmassen...nada...sitzveranstaltung ...langweilig und obergruselig...irgendwie stand das doch ganz anders im reisefuehrer und wurde uns ganz anders beschrieben....

naja zum glueck hatte ich heimlich hinter betty´s ruecken noch ne richtige schokoladencremtorte, kerzen und champus organisiert..in der hostelbar warteten noch 2 boy-s mit gitarre um mit uns 0 uhr singen zu duerfen..und irgendwie machten wir dann ankunft und geburtstag perfekt...

am naechsten tag ging es weiter zu einem kleinen dorf am meer namens punta del diablo..um erstmal schoen baden, tom surfen und am strand wandern zu gehen..nach 3 tagen haben wir uruguay verlassen um dann in einer 14 h nachtbusfahrt hier in brasilien in  praia del rosa an einem kleinen schoenem gruenen fleckchen am meer schoen in der haengematte auszuruhen...

 was sind die naechsten plaene...morgen geht es weiter bis curitiba um dort auf der schoenen ilsa del miel das hauptquartier aufzuschlagen und zwischendurch noch zu den igazu; waserfaellen rueberzufahren...danach geht es weiter richtung sao paulo und fuer mich dann richtung syrien am 10. 03....ohje

( zum anschauen der foto's bitte auf der rechten seite unter dem link allgemein / ipernity anklicken und dann unter den alben aussuchen) 

 da bin ich nun am ende der welt... FIN DEL MUNDO ..wie es so schön heisst hier auf den schildern...von toronto über vancouver, new york , ecuador, galapagos, buenos aires bis hoch zur bolivianischen grenze rüber in den norden von chile und jetzt bis an die südlichste stadt der welt...

12h im bus über die historische magellanstrasse  mit der fähre war es nochmal ein sehr anstrengender letzter schritt..allein schon die warterei an den grenzen, sehr nervig...

aber wie immer wurde mir das alles unglaublich versüsst..da ich gleich zum anfang der busfahrt, felipe kennenlernen durfte ein chilen.-kubanischer franzose und privatguide für die doch eher sehr betuchten aber eigentlich wollte ich ja schlafen...weil auch in punta arenas, bei sebastian im hostel magellanas noch die letzte nacht in chile mir so richtig mit lagerfeuer  der abschied schwer gemacht wurde..da habe ich auch werner und tanja wiedergetroffen und auch tim und karin machten es mir nicht leichter nach all diesen wunderbaren erlebnissen in diesem zauberhaften land- ade zu sagen...

trotz allem, felipe textete mich so zu über die umgebung und was es alles zu wissen gibt..das ich zumindestens erstmal gut abgelenkt war..

in ushuaia angekommen..und zum glück vorreserviert, dachte ich..hahaha gab es dann keine unterkunft mehr in meinem ausgesuchten hostel..man hatte halt ein problem mit dem computer und pech..trotz bestätigung..ach leute wie schön ist es da ...so nen netten privatguide den man nicht mal bezahlen muss an seiner seite zu haben...im handumdrehen war das problem gelöst und wir fanden eine hervorragende übernachtungsmöglichkeit..

aber wie ist nun das ende der welt...

von der landschaft her, atemberaubend bis bedrohlich...irgendwie magisch wenn man weiss..gleich dahinter beginnt jetzt die antartika...es geht natürlich noch weiter südlich aber irgendwie auch nicht mehr...ushuaia hat schon seinen zauber..aber die stadt..naja eher sehr europäisch..mit vielen sinnlosen läden und geschäften

dagegen ist die umgebung ringsherum schon bezaubend und die natur präsentiert sich von allen seiten..der wind stürmt und heult..die sonne feuert, der regen kann in strömen giessen und wie in patagonien..man braucht alles an kleidung für den tag...und man zieht sich ständig an oder aus...und diesmal hatte ich ein bischen pech mit dem wetter...das erstemal auf der reise...felipe hatte noch nen tag frei aber es war unmöglich etwas anderes zu machen als zu relaxen und das museum anzuschauen...

dafür, am nächsten tag war ab mittag plötzlich bestes wetter und ich fuhr zum wunderschönen nationalpark.einmalig..tolle landschaften und den ersten weg von 9 km wanderte ich recht flott ab ...denn ich wollte eigentlich noch zu einem speziellen schild im park..was wirklich das ende der welt verkündete aber irgendwie verpasste ich den weg und bin stattdessen zur chilen- argentischen grenze gelaufen...dort unterwegs traf ich auf die beiden dresdner mandy und carsten und so hatte ich wenigstens fotos von der grenzboje mit mir...grgrgrgr dann im galapp noch mal 4,5km zurück..der letzte bus verlies um 19 uhr den park..und da hatte ich stolze 18 km hingelegt...geht ja doch noch..

um diese leistung zu belohnen verabredeten wir deutschen uns am abend im pub auf ein bier...wäre ich bloss nicht gegangen..denn kaum im pub angekommen.. stiess eine bootscrew zu uns von einem forschungsschiff ...35 leute sind da an bord und 21 verschiedene nation..sehr lustig..nun sie waren zurückgekehrt einerseits um ein teil der crew zu wechseln und sie suchten händeringend einen neuen koch...weil ihrer erkrankt ist..

nun wisst ihr was jetzt kommt...ja ich war nicht nüchtern...ich sagte dem käpt'n zu und im augenblick werde alle meine papiere fertig gemacht und dann geht es ab in die see zur antarktis für die nächsten 3 monate...wat sagt man da... 

 

jaja das konnte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen...und dank michelle war es auch moeglich...also ich war 6 tage in puerto natales, dort ist der punkt wo es zu den gletscher geht und in den nationalpark...das ist der punkt in chile den man wildes patagonien nennt und glaubt mir..wild ist es hier..in erster linie des wetter...man kann tatsaechlich innerhalb einer halben stunde alle 4 jahreszeiten aufeinmal haben...nen regenbogen am tag ist was voellig normales..da es staendig auf der einen seite regnet und gleichzeitig die sonne scheint...unglaublich schoen..wenn da nicht der wind waere..der kann einen schon ziemlich auskuehlen ja teilweise wirklich umwehen..es gibt orte hier in patagonien da darf man bei bestimmer wetterlage nicht draussen rumlaufen...andererseits ist diese weite, diese unberuehertheit trotz aller wetterbedingungen einmalig...

so, was habe ich gemacht...ich war nicht wirklich trekken ..einnen grossen tagesausflug in den park..wunderschoen und pitschenass geworden, ein versuchten ausflug zum chilen. gletscher der an diversen windstuermen scheiterte und dann damit mein bruder mich nicht hasst zum perito moreno..sehr einmalig wie ihr an den fotos seht dazwischen brauchte ich mal ab und zu einen tag frei um diese staendigen abenteuer in meinen kopf zu verarbeiten., meine sachen mal zu sortieren und gewisse administratinve dinge erledigen..ich war eigentlich schon drauf und dran im park das- w- zu laufen..leider fehlten mir dafuer entscheidende teile in der ausruestung..sicherlich ist alles mietbar aber zu preisen..das steht in keinem verhaeltniss und alleine in der natur zelten bei diesem unsicheren wetter..da hatte ich nicht so bock drauf..ausserdem habe ich mir ausgedacht das ganze mit claudi zu laufen oder wer auch immer interesse hat..

in puerto natales war ich im eratic rock untergebracht ein typisches trekkerhostel und sehr lustig..bin gleich am ersten tag mit bill dem besitzer sehr gut klar gekommen und so ergab es sich das ich fuer 2 tage zum kochen eingestellt wurde und dafuer gute ermaessigungen bei der uebernachtung rausschlagen konnte...zuerst hies es 7-8 am ende waen es aber 15..naja wer mich kennt..weiss wie sehr ich das liebe und es war spannend, weil recht viele verschiedene nationen am tisch sassen und ich zauberte den ersten abend ein typisches ostdeutsches gericht, in form einer handgemachten nudelsuppe mit brot und kraeuterbutter...hmhm..ist gelungen und gut angekommen..obwohl ich hier schwer mit fehlenden zutaten zu kaempfen hatte..in dieser zeit lernte ich auch uli kennen..unter anderen eine berlinerin, die in valparaiso bald hier einige monate arbeiten wird als aerztin..ich habe sie gleich mal unter die fittiche von sergio und seiner familie gebracht..

der vogel wurde aber wie oben schon erwaehnt von michelle abeschossen...herrje wat fuer ein glueck schon wieder....da bin ich nichts ahnend zum filmfestival hier in puerto natales gegangen, habe meinen guide felipe wieder getroffen...wurde zum bier mit geschleppt..sass mit den ganzen guide's in ausgelassener stimmung in einem kleinen pub und so traf ich auf michelle, eine deutsche die schon laenger hier lebt...nur 8 tage aelter als ich..haha aber sieht man nicht und wir hatten einen grossartigen abend...leider war ich erst um 5 uhr im bett und um 7 uhr ging die tour los...naja da hies es arschbacken zusammen und durchstehen abend um 22 uhr war ich voellig fertig wieder im hostel und rief michelle zurueck und ja ich wurde zu einem speziellen abend eingeladen zu meinem abschied vom torres del paine park...ein asado mit den gauchos-die ganze zeit habe ich immer zwischendurch diese gauchos in ihrer tracht gesehen und wollte die so gerne mal naeher kennenlernen und ohne das wir drueber gesprochen hatten, machte michelle es einfach mal moeglich...obwohl voellig am ende hatte ich einen traumhaften abend..wir sassen am feuer, ein halbes lamm war zum verspeisen darueber aufgespannt und als das lamm zum essen freigegeben wurde bzw. ich bekam als gast das erste stueck..dermassen lecker..jamijamijami ach wat fuer ein genuss...wirklich lecker...hatten ...machten sich die herren mit gitarre bewaffnet noch aber so richtig ans singen und klatschen..eigentlich wie im film...aber ich war froh das sie sangen, weil die jungs sprechen nochmal so einen slang ..ich stand immer nur im wald und habe nix verstanden..dafuer konnten sie singen und klatschen...ja hier ticken die uhren noch anders...da sitzt man zusammen am feuer und nicht vor dem fernseher und geniesst die natur...

ach danke michelle und ja ...da ich naechstes jahr wieder zum kongress nach santiago moechte ..ich werde wiederkommen und das war auch das letzte wort der gauchas an mich...sie werden warten ....auf mich..

hola..da bin ich endlich wieder...hier unten wird es jetzt immer schwerer mit dem internet....aber was ist schon alles wieder passiert..

in puerto varas hatte ich mich dann doch nochmal entschlossen mir einen mietwagen zu nehmen um die insel chiloe' in ruhe entdecken zu koennen...soll es doch ein "muss" sein laut meiner chilenischen freunde....und ja!, das ist es in der tat..anders als die isla mocha aber in vielen dingen auch sehr urspruenglich...treiben sich hier ja ganz gemuetlich die humboldt und die magellanpinguine herum...das ist uebringens der tiefste punkt in chile wo beide bzw. die humboldtpinguine noch zu finden sind... weil die gehoeren ja zum humboldtstrom der weiter oben zu finden ist..

so, aber nachdem ich puerto varas, was uebrigens auch mit der sicht auf die vulkane und den tollen see ein traum ist und um nicht zu vergessen im hostel home sweet home ich eine wunderbare zeit verbringen durfte, verlies musste ich mit auto und der faehre ubersetzen zur insel..dabei begleiteten mich eine reihe seeloewen und delfine im sonnenuntergang... was will man mehr..

in ancud, der erste groessere ort der insel wo leider auch ein  inferno in form eines riesigen brandes waehrend meiner zeit auf der insel ausbrach traf ich auf uwe (bernsteinjuwelier, hat den groessten bernsteinzoo der welt, grins) von der insel foehr, auch reisender und seit kurzem stolzer landbesitzer in chile und wir hatten ein wirklich vergnueglichen abend... dabei stellten wir fest, das wir in der selben zeit den selben reiseplan fuer chiloe' hatten und so beschlossen wir mein auto stehen zu lassen...(musste trotzdem die tage bezahlen, konnte aber die bezinkosten sparen) und in seinem gekauften wagen zusammen weiterzureisen.

am naechsten tag ging es nach castro in die mitte der insel wo es ausser interessante kirchen, denn die werden hier komplett aus holz gebaut, wie auch die haeuser weil man keine steine hat und einem klasse hostel mit einer tollen chilenischen familie nicht viel zu sehen gab...aber zumindestens sind auch innenansichten in den kirchen sehr interessant weil einfach mal ganz anders als dieser furchtbare katholische goldplunder den man sonst immer ertragen muss...nein wunderschoene holzarbeiten und holzschnitte...hoffe ich kann bald die fotos laden...wirklich schoen und eben mal ganz anders...

dann fuer die naechsten 2 tage weiter nach cucao, ein sehr kleiner wunderschoener ort wo die winde stuermen, das meer tobt und man schon so langsam an das ende der welt erinnert wird...nein wunderschoene natur, ein kleiner herrlicher nationalpark es gibt wenige menschen, viele tiere und pferde die einfach so herumlaufen oder frei am strand galoppieren....das besonders aufregende war eigentlich nur das, der hostelbesitzer wo wir auch eine nacht von 2en verbrachten, eher wohl musiker ist und es eigentlich jede nacht ein kleines konzert gibt was wirklich hoerenswert ist.... und wie der titel des blogs es schon verraet ja, in der 2. nacht hatten wir einen mehrfachen grammygewinner zu gast und mit viel vino tinto haben wir irgendwann alle musik bis morgens um 4 uhr zusammengespielt und auch ich habe wieder gesungen(und es gab noch einige gute talente) ein wirklich toller abend ...meine freunde kennen das ja schon...so schlecht kann mein gesang  aber nicht gewesen sein, den leib reiste spaeter noch 2 tage weiter mit mir rum und wir sangen schon das ein oder andere lied da er ja selbstverstaendlich mit gitarre unterwegs war...hihihi

ein anderes kleines highlight war die wenn auch kurze wanderung mit durk, dem hollaender und seinen kindern, wir hatten uns beim fruehstueck im hostel kennengelernt und eh ich mich versah voellig spontan stand ich schon mit ihnen auf dem wanderweg waehrend uwe versucht erfolglos fische zu fangen...lach

ach, glaubt mir auch hier ganz im angeblich unwirtlichen sueden von chile ist es einfach wunderschoen auch wenn die winde blasen...es ist fabelhaft wenn man noch tolle menschen um sich hat...

ein dank an uwe, leib ostrov, durk und den vielen anderen menschen die ich wieder kennenlernen durfte...

und jetzt geht es weiter...und falls mein bruder das liest...ja dir wird das herz bluten..nach punta arenas ...puerto natales und in den tollen torres del paine park...juhu