die Karawane zieht weiter....von Marrakech bis Mhamid
30. April 2009 22:14, geschrieben von peggypfeiffer, Kategorien [ Allgemein ][ (2) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
(zum anschauen der foto's bitte unter allgemein auf der rechten seite den link ipernity anklicken und dann unter den alben waehlen)
marrakech, mit seinen wunderschönen 1001 verwinkelten gassen und strassen wo sich manchmal die einheimischen selbst nicht mehr zurecht finden und dadurch die „ware information nach den weg, bereits zur handelsware geworden ist...spätestens in der nacht wenn das bunte treiben der vielen kleinen und grossen märkte verstummt und alles wieder in ein neues licht taucht ist...dann hat auch nochmal jeder strassenjunge die chance sich ne schnelle mark zu verdienen um den verzweifelten touristen auf den weg in sein riad auf den rechten weg zu bringen...
......und dann steht man plötzlich in all diesem gewirr vor einer dieser unscheinbaren türen ..und tritt man hindurch taucht man plötzlich in eine andere welt...die alten araber wissen und wussten es sich schon gut gehen zu lassen..alles ist weg jeglicher strassenlärm und man ab dem zeitpunkt heisst es nur noch geniessen...
so ein riad ist schon ein erlebniss, architektonisch und von der idee der nutzung verbunden mit jeglicher möglichkeit der entspannung...halte ich für unbedingt empfehlenswert bei einem besuch...
beeindruckend ist neben vielen anderen sehenswürdigkeiten natürlich auch dieser riesige platz, djemaa el fna der jetzt unesco kulturerbe geworden ist...
ich glaube dort findet das ganze leben von marokko statt auf einem einzigen platz...es gibt alles was man sich nur vorstellen kann, geschichtenerzähler, zauberer, schlangenbeschwörer, schamanen, wahrsager und alle köstlichkeiten die man sich nur vorstellen kann...
wir erkundigten das alles kurz weil es ja als erstes in die wüste gehen sollte und den schon für den übernächsten tag hatten wir das auto...
von marrakech fuhren wir die pässe des atlasgebirges entlang, durch das wunderschöne draatal mit den tausenden von riesigen dattelpalmen mit seinen oasenähnliches kleinen dörfern und zauberhaften felsformationen weiter hinunter bis zagora und von da bis kurz vor mhahid.... eine lange und beeindruckende fahrt ..
mhadid liegt eigentlich am rand der wüste und zum glück ist es zur zeit zauberhaft grün hier , weil es zwischendurch nach vielen jahren endlich mal wieder lange und ausgiebig geregnet hat...
angekommen und übernachtet haben wir dann im chez le pacha, einem sehr schön eingerichteten traditionellen berberhotel, wo wir uns nochmal vor der tour ausgiebig entspannen konnten...
4 tage in die wüste mit kamel sack und pack...und irgendwie war jeder von uns schon ein bißchen aufgeregt...hies es doch unter anderen 4 tage nicht waschen ...das wasser einteilen und natürlich der natur ausgesetzt zu sein und so ein sandsturm ist eben wie ein dieb, wie uns houssine vom chez le pacha am abend davor erklärt hatte...man weiss nie wann er kommt....
zu unserer beruhigung gab es noch ein paar informationen am abend bevor und zum glück checkte ich bevor es losging nochmal meine emails am nächsten tag..denn gab es da für mich eine lustige überraschung, meine eltern, mit ihrer reisegruppe schrieben das sie in 4 tagen auch für 2 wochen in marokko sind und später fanden wir heraus das wir tatsächlich zur selben zeit am selben tag in agadir sind und wie es der zufall sowieso schon wollte unsere hotels standen keine 5 min voneinander entfernt...da werden wir uns dann wohl treffen... in schallah
MIT BUS, BOOT, FLUGZEUG UND ZUG VON DAMASKUS BIS MARRAKESCH
20. April 2009 01:11, geschrieben von peggypfeiffer, Kategorien [ Allgemein ][ (6) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
(zum anschauen der foto's bitte unter allgemein auf der rechten seite den link ipernity anklicken und dann unter den alben waehlen)
jaja es ist tatsächlich passiert...ich habe mich auf den weg gemacht ...damaskus verlassen,um in der 14 h busfahrt durch syrien die grenze nach jordanien zu überschreiten und weiter bis aqaba ans rote meer zu fahren..
es fiel mir so schwer claudia, die hotelmanagerin mit der ich viel unterwegs war und die mir die hohe schule des shisha rauchens beigebracht hat, miss iceland, sigga die journalistin...michael der syrische it manager der alle meine computerprobleme mit bravour löste und den vielen anderen menschen...einfach allen ade zu sagen....
...aber so ist das leider auf einer reise von diesem umfang, er gehört dazu... mal mehr , mal weniger ....der unvermeidbare abschiedsschmerz...
um das ganze zu toppen, hatten sie alle mir noch einen wunderschönen letzten abend bereitet... heimlich hinter meinen rücken organisiert und es war mir sehr schwer ums herz geworden.......
so das ich in der aufregung der abreise erstmal vergaß, etwas proviant für die lange fahrt einzupacken...lach aber am ende ist das alles wieder genau richtig gewesen, denn ich bin noch nie in meinen leben so gefüttert worden, wie auf dieser busfahrt...jedesmal wenn ich mich auch nur ein bißchen bewegte ...kam von irgendwoher im bus etwas obst, gurke , tomate, käse, gebratenes oder traditionelles essen...sobald ich aber den bus verlies...stürmte einer der jungs heran und hatte mir schon saft, wasser,tee ,kaffee oder irgendetwas süsses gekauft...es war nicht möglich irgendetwas abzulehnen weil das wäre ungerecht den anderen gegenüber..und so fügte ich mich mit einem lachenden in mein schicksal...
nach all den grenzüberquerungsstress in aqaba angekommen ..hatte ich nur noch 4 tage zeit zum tauchen und besichtigen von petra...der felsenstadt...
jordanien ist an sich, ausser petra nicht sehr aufregend oder besonders schön...aqaba selber ist eher hässlich und selbst das tauchen eher weniger aufregend....was ich da auf den philippinen, sansibar oder in indonesien gesehen habe in der unterwasserwelt ist weitaus spektakulärer gewesen...
aber der aufenthalt da war ja eh
nur als kurzstopp gedacht...weil es ging dann weiter mit dem boot auf
die ägyptische seite nach nuveiba, um von hier aus mit dem bus
nach cairo zu gelangen...da musste ich leider die nacht am flughafen
verbringen ...bis ich dann via flieger casablanca erreichteund von da aus
nach marrakesch mit dem zug weiter reiste...
das alles war schon eher eine kleine tortour...besonders weil ich aufgrund schlechter erfahrung in ägypten zu diesem land persönlich eher weniger begeisterung hege...deshalb hatte ich mir fest vorgenommen dem land eine 2. chance zu geben...aber ich fand nichts, was mich zum umstimmen brachte...warum und weshalb werde ich hier nicht schreiben..weil ich finde jeder soll seine eigenen erfahrungen machen...es gibt ja auch viele menschen denen ägypten gefällt...es kommt eben immer darauf an was man so erwartet unter anderem...
nun, geniesse ich marrakesch..freue mich auf meine schweizer freunde, andrea und frau trichi die auch bald ankommen und wir unsere gemeinsame 14 tägige rundreise starten können...
172 KM VON BAGDAD ENTFERNT STREITEN SICH 2 SELBSTERNANNTE EHEMÄNNER UM MICH
09. April 2009 20:47, geschrieben von peggypfeiffer, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
wir, pierre und emilie, ein französisches paar und ich hatten sich ein auto zusammen gemietet um die wichtigsten plätze individuell in syrien und libanon anfahren zu können...
zuerst führte uns die strecke richtung nordosten , also in richtung irakische grenze...
dabei stiessen wir auf den weg nach palmyra auf diverse schilder mit den hinweisen in welche richtung es zum irak und..dann bagdad geht..(siehe fotos auf ipernity)
und später fanden wir viele ,viele bagdad cafes aber nur ein einziges mit dem namen bagdad cafe 66...angelehnt an bagdad und die route 66...denn wir befuhren auch eine alte krawanenstrasse...
ansonsten ist das schon ziemlich wüstenland ringsherum und es wundert einen nicht, das syrien sich auf seine Ölvorkommen verlassen muss..
als wir in palmyra eine alte oasenstadt einfuhren waren wir erstmal ziemlich sprachlos......
da stehen mitten in der wüste einfach riesige teile einer tempelanlage herum, ein grossteil ist sogar noch gut erhalten mit einem alten amphitheater......
und oben auf dem berg trohnt wie selbstverständlich ne schöne grosse alte zitadelle...von der es ein traum ist, den sonnenunter-oder aufgang über die tempelanlage zu erleben...
am nächsten tag ging es über unbeschreibliche wege mit durch einen sandsturm zu einem wüstenschloss ..so richtig tief in der wüste und ich weiss bis heute nicht wo pieree die unglaubliche geduld her hatte, sich durch diese sucherei durchzubeissen..aber wir wurden belohnt..zuerst mit der gastfreundschaft der einzigen familie die dort im nichts am schloss wohnt...und dann mit mit dem schloss... natürlich
leider nicht mehr gut erhalten ..sieht die ruine von weitem ..wie sie da auftaucht in der unendlichkeit des sandes viel imposanter aus...
irgendwie schafften wir es an dem tag noch bis aleppo wo einer meiner selbsternannten ehemänner aus palmyra bereits ein hostelplatz für uns reserviert hatte..aber ohne genaue adresse fanden wir aufgrund des hilfsbereiten und ausgeklügelten systems was es hier untereinander gibt tatsächlich den weg zum hostel und aleppo ist gross hat 5 millionen einwohner....so wie sagt man so schön in syrien .es ist zwar.alles verboten aber nichts ist unmöglich...
im hostel erwartete mich dann auch gleich ehemann nr. 2 der sich aber die ersten tage als privatguide tarnte...als dann aber ehemann nr 1 nicht aufhörte anzurufen bei ihm auf den telefon um sich nach meinem befinden zu erkundigen...erklärte er diesem dann erstmal ich wäre jetzt seine frau ..woraufhin ein grosser streit entbrannte...nach einigem wüsten hin und her liessen sie sich doch von mir überzeugen...das ich das zu entscheiden habe und leider keinen von beiden erwählen werde...
aber keine sorge irgendwie war das ganze dann noch richtig witzig..denn beide rissen sich nicht nur für mich, auch für pierre und emilie regelrecht ein bein aus um jeden unserer wünsche von den augen abzulesen...
wir wurden zu so vielen dingen eingeladen..das das french couple beschloss nur noch mit mir auf reisen gehen zu wollen...es war eben nur ein bißchen stressig mit den ehemännern..eher alles sehr viel fun...
mama kannst noch guter hoffnung sein..wenn nix mehr geht in europa...hier wollen sie mich für viele kamele und pferde...lach
nach 3 tagen machten wir uns auf den rückweg nach damaskus..welches ich schon sehr vermisste...
auf der rückfahrt legten wir noch einen stopp bei den death cities, tote städte und in hama bei den riesigen hölzernen wasserrädern.
da unsere truppe mit ausreichend abenteuerlust gesegnet war... fuhren einfach weg von den hauptstrassen quer feldein...um einfach mal diese seite des landes zu sehen..wo jetzt keine touristenattraktion vorhanden sind...und dann jedesmal wenn wir anhielten um nach den weg zu fragen.. worden wir gleich zum tee ins haus der befragten eingeladen...
leider konnten wir nicht alle annehmen..einerseits weil ich noch mehr potenzielle ehemänner befürchtete und andererseits wollten wir ja auch ein bißchen vorwärts kommen...
..und endlich in tiefer nacht nach langer fahrt..da sich es wieder in der ferne aufblitzen...mein damaskus...
und wie steht so schön und wahr geschrieben
da es den gläubigen nur einmal vergönnt ist ins paradis einzutreten soll sich der prophet mohammed geweigert haben damaskus zu besuchen...ja das kann ich verstehen
und um die ankunft perfekt zu machen...
als wir in der nähe unseres hostels aus dem auto stiegen...schallte es plötzlich von allen seiten und aus den läden ..mahaba peggy..welcome you are back, allah sei dank.....da muss man sich doch zu hause fühlen bei so einem empfang...
inschallah
nun habe ich zum 3.mal meine abreise aus damaskus verschoben weil ich mich einfach nicht trennen kann....was soll das nur werden..naja zu ostern werde ich in marrakesch sein ...spätestens dann werde ich damaskus verlassen haben...obwohl ich mich hier wie zu hause fühle, denn die menschen geben mir ein zu hause hier auf meiner langen reise...das macht mich sehr glücklich..




